Kulturschock.

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Sonntagabend, 17 Uhr, in Berlin.Im Augustinerbräu.

Drei Helle und eine Weißweinschorle; drei Herrn und eine Dame; zwei aus Deutschland, dazu einer aus Bayern und eine aus Baden-Württemberg.

Lukas und ich lernen von Lisa und Matthias Schafkopf. Lisa und Matthias haben zu diesem Zweck zuallererst ihr Hochdeutsch an der Türe abgegeben und verfallen in südlichen Dialekt und Satzbau. Außerdem gibt es nun Ober und Unter, Eichel und Gras, und seltsamerweise sind hier keine Schafe, dafür aber diverse Säue im Spiel.

Lukas kommt aus Hannover und hat bisher, wie ich, Doppelkopf gespielt. Gemeinsam sind wir moderat verwirrt.

Dann kommt es zwischen Lisa und Matthias zum Streit über die weltliche Auslegung göttlicher Schafkopfregeln. Süddeutsche Schimpfwörter fliegen.

Lukas schaut mich an: „An Doppelkopf mag ich die soziale Komponente“, sagt er. „Da spielt man meistens im Team.“

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