Musik.

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Mittwochabend sind viele erste Male.

Ich bin zum ersten Mal in Berlin auf einem Konzert, nämlich für 10 Euro auf dem der kanadischen Band The Burning Hell.

Ich sehe zum ersten Mal Kai Diekmann, den Chefredakteur der Bildzeitung. Er steht während des Konzerts 10 cm vor mir und sieht genau so aus wie auf Fotos: dunkle Fussel-Haare, langer Rauschebart, Kapuzenpulli.
Allerdings ist er deutlich größer als in meiner Vorstellung, so ungefähr 1,95, sodass ich insgesamt nicht viel vom Konzert sehe. Aber ich sage nix. Mit dem Bild-Chef will man es sich ja nicht gleich verscherzen.

Ich bin zum ersten Mal auf dem Gelände des legendären Techno-Clubs Berghain. Dort findet in einem Seitentrakt das Konzert statt. Anne und Line, meine beiden Begleiterinnen, und ich sind uns einig: Wir müssen auch irgendwann mal rein in diese sexualisierte Musik-Vorhölle.
Uns so richtig gehen lassen, von Samstagabend bis Montagmittag.
Raum uns Zeit vergessen, wild Drogen einwerfen, das Jetzt genießen, uns über das Morgen keine Sorgen machen.
Aber erstmal müssen wir die Pflichttexte für die kommenden Uni-Veranstaltungen lesen. Dann sehen wir weiter. Der Eskalations-Termin wird gedoodlet.

Schließlich sehe ich zum ersten Mal einen rauchenden Sopransaxophonisten. Also einen Saxophonisten, der gleichzeitig spielt und raucht. Er ist vollkommen betrunken, spielt wie ein vollkommen betrunkener, rauchender Saxophonist (großartig.) und sieht ganz genau so aus wie Peter Lustig, wenn der wirklich sein Leben lang in einem Bauwagen gewohnt hätte.

An einem solchen Abend passt einfach alles.

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